Dr. Meltzers Gespür fur Frauen

Ein Doc mit Biss

Dieser Arzt hat ein Auge auf seine Patientin geworfen. Man könnte auch sagen, er reißt sich ein Bein aus für sie. Denn sie hat die Hände eines Chirurgen….in ihrem Bett!So, genug billige Wortspiele für heute, wir wollen Euch ja kein Ohr abkau…verdammt! Eigentlich haben wir nicht viel erwartet von dieser Folge, die wir als sonaja in Erinnerung hatten. Umso erfreulicher war es, das uns die Folge echt gut unterhalten hat. Denn das Konzept ist ja irgendwie erfrischend: Frau wird von ihrem Arzt belästigt, was wir ja in unserer Praxis genauso jeden Tag erleben. Aber dass unser verhasster Doctor Selzer sich in seine einzelnen Körperteile auflösen kann und die Guteste quasi von den Augen, den Händen und den Füßen separat verfolgt wird, das kam dann doch überraschend. Und vor allem führt es zu traumhaften Dialogen und gar wilden farblichen Variationen von Angels Garderobe. Hier schicken wir nicht nur einen Fuß auf die Tanzfläche, sondern den kompletten Körper mit dran und tanzenDen Tanz der FreudeAber nicht zu doll herumwirbeln, wir wollen ja keine Körperteile verlieren.

Kein Ring für Rachel

Ein Ring sie zu knechten

Ist es ein gutes Omen, dass schon in der dritten Staffel der neuen Serie gleich zwei Charaktere der Muttershow auftauchen? Obwohl, eigentlich sind es gleich drei. Denn nachdem der Ring von Amara schon bei Buffy für allerlei Verwicklungen und Vampirkämpfe am hellerlichten Tag gesorgt hat, tauchen sowohl Ring, als auch Ringwächter Oz UND Blondiebär Spike in Los Angeles auf. In umgekehrter Reihenfolge. Und was sollen wir sagen? Der einzige, der nicht so recht in die Serie passen will ist tatsächlich der namensgebende Ring, der sich am Ende der Folge aber ohnehin in grünes CGI-Gedöns auflöst. Denn Oz hat seine stoische Art mitgebracht und Spike neben seiner bösen Zunge auch einen Schmerztechniker. Und wir wissen aus anderen Serien: Folterfolgen sind oft die besten. Ausser, der Folterknecht entpuppt sich als Jack the Ripper. Das ganze garniert mit unglaublich tollen Dia- und Monologen und genau der richtigen Portion Humor zur Folterei. Toll. Wir vermissen allerdings eine winzige Vision. Dass nämlich der gute Oz erst zielstrebig die Folterhalle an- und umfährt und anschließend den entflohenen Schmerztechniker, obwohl niemand der Businsassen mitbekommen haben kann, das jener in Besitz des Rings ist, scheint so ohne Einmischung höhrer Mächte doch etwas unglaubwürdig. Nichts desto trotz weiß die Folge durch Witz, Esprit und ganz hervorragende Bildgestaltung zu gefallen. Da zuckt selbst bei alten erkälteten Männern das Tanzbein und wir tanzen
Den Tanz der Freude!

Kuschel-Kevin allein zu Haus

Titelbild Folge 2

Hallo, Freunde des postkoitalen Löffelns! Man muss nur aufpassen, dass man nicht den selbigen dabei abgibt, wenn der Partner sich einfach mal selbst ein paar neue Körperöffnungen macht, um da was reinzustecken. Weil der Typ eben ein echter Aufreißer ist.
Die Handlung um den Körperfressenden Koital-Dämon ist dabei nur das Vehikel, um die Agenda der Serie voranzutreiben. Denn heute gehts wieder mal ums Erwachsenwerden. Denn nicht nur Gregor und Sascha mussten feststellen, dass es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, neue Leute kennenzulernen. Und so gehen wir heute alle in die Bar, wo verlorene Gestalten ihre Flirt”künste” ausprobieren, Visitenkarten verteilen und sich gelegentlich ein paar Stühle oder Fäuste um die Ohren schlagen.
Und wir führen nicht nur Dämonen ein, sondern auch einen neuen Charakter, nämlich Kate Lockley, oder Kate Loveley, wie Gregor sie nennt, der *natürlich* ein klein bißchen in sie verliebt war.

Vielleicht liegt es am Fieberwahn, vielleicht an den persönlichen (Flirt)Erfahrungen, die unsere beiden äußerst attraktiven und erfolgreichen Podcaster in den 2000ern gemacht haben, aber was sie hier sehen weiß zu gefallen.

Wir setzen uns also zu Nerd-Neil, Kuschel-Kevin und Sheet-Sharon an die Bar, lassen uns von dem sympathischen Barkeeper mit dem Loch in Hemd und Kopf einen Drink servieren und gehen auch hin und wieder mal auf die Tanzfläche und deuten ihn an zu wirklich cooler Musik:

Den Tanz der Freude.

Ein R-Gespräch für Chris Chibnall!

Angel und Russel

Jetzt isses soweit, jetzt kommt nach der faulsten Nullnummer des Jahres mal was Eigenes. Wir müssen liefern. Und zwar nicht nur wir, sondern auch die Serie. Die muss nämlich jetzt mal zeigen, wo der Vampir seine Blutkonserven holt.

Als alte (ja, alte!) Star Trek Fans sind wir ja so einiges an Leid gewohnt, was Pilotfilme betrifft. Und wir möchten den Serienschreiberlingen von 2018 aus vollem Herzen entgegen rufen:
VERDAMMT NOCH MAL! GUCKT EUCH EINFACH DEN ANGEL-PILOTFILM AN! SO MACHT MAN DAS!!!!

Denn der gute Joss macht so gut wie alles richtig. Im Gegensatz zu einer Zirkuskarussel-Raumschiff-Besatzung voller eigenschaftslosenen Arschgesichtern schafft es “City of….” in nur 45 Minuten(!) interessante Charaktere aufzubauen UND eine kohärente und halbwegs interessante Handlung zu erzählen. Mit einer Portion Film noir gewürzt mit genau der richtigen Menge Selbstironie und gut geschriebenen Dialogen, die man einem Gewissen Chris C. – nein, das ist zu offensichtlich, nennen wir ihn C. Chibnall – rechts und links mit Genuss um die Ohren hauen will.

Da kommen keine Kindergartendialoge mit Holzhammerexposition um die Ecke (“Oh, ich auf der Schraube sitzt eine Mutter. Habe ich schon erzählt, dass meine Mutter immer von meinem Vater geschlagen wurde?”) sondern selbst die Schnellbesohlung der Zuschauerin in Sachen Angel-Historie durch Doyle wird süffisant durch Angel (der hier die Rolle des Erfahrenen Buffy-Guckers einnimmt) kommentiert.
SO MACHT MAN DAS, CHIBNALL, VERDAMMT NOCH MAL!

*hüstel* Verzeihung. Wo waren wir? Achja: In der Stadt der Engel. “City of…” lässt unsere durch moderne Serienschreibe hart und kalt gewordenen Herzen hüpfen und wir tanzen voller Inbrunst und aus ganzem Herzen

Den Tanz der Freude!

Die faulste Nullnummer ever

Wir könnten in unserer Nullnummer jetzt lang und breit erklären, warum wir über Angel reden wollen. Aber eigentlich haben wir das schon gemacht. Gregor war bei “Sie reden! – der dreibeinige Podcast!” und hat dort lang und breit mit Sascha über die Serie philosphiert. Quasi die Originstroy für diesen Spinof-Podcast. Voller Spoiler und Aspielungen. Aber das macht nix. Als Vorgeschmack auf das, was Dich hier erwartet könnten wir uns nix passenderes Vorstellen.

Also: Zieh Dir den schwarzen Mantel an, steig auf das nächstgelegene Vordach und lass Dir heroisch unsere Nullnummer um die Ohren wehen!