Ein Schatten von Doyle

Hawkeye sei wachsam, beim Erschaffen von Vampiren! Man weiß nie, wem man da gerade seine Zähne in die Halsschlagader rammt. Und ob der frisch gevampte einem 200 jahre später nicht plottechnisch auf die Füße fallen könnte.

Der gute Penn wurde damals ™ von Angelus erschaffen und zieht seit Jahrhunderten die gleiche Nummer durch. So opfertechnisch. Das bringt dummerweise unsere geschätze Kate auf auf den Plan und seine Spur. Und Angel ahnt: Das könnte tödlich enden. Vor allem, wenn Wesley nicht aufhört, dem benachbarten Zahnarzt seine Zeitung zu klauen! Was uns erwartet sind perfekt choreographierte Actionszenen (inklusive Stuntmen, die Fallrohre hochklettern) unglaublich viel Dialogwitz, gleich 2 Trainingsmontagen (MONTAAAAAGEEEE!) und einen unglaublichen Kick für Kates Charakterentwicklung, denn sie lernt endlich die Wahrheit(tm) über Vampire kennen. Und wir? Wir wundern uns ein wenig über eine zufällig in der Kanalisation herumstehende Holzkonstruktion, freuen uns über gut geschriebene Herleitungen und Charaktere (SO MACHT MAN DAS, CHIBNALL!!!) und tanzen ihn am Ende voller Inbrunst den

Tanz der Freude

Und es wird auch das ein oder andere Mal Sartre zitiert. Wir haben ja schließlich seit der letzten Folge einen Ruf zu verlieren.

Eine Sonderfolge mit Sartre

Juhuuuu wir haben einen neuen Übernachtungsgast im Hotel. Mit der guten Sabrina machen wir einen Zeitsprung in die 5. Season und philosophieren über die beiden Folgen Illyria Folgen. (A Hole In The World/Shells) Das heißt, es wird hier hemmungslos gespoilert und vorweggegriffen. Wer also mit uns zusammen nach und nach die Serie erschließen will (wer wäre so verrückt?) sollte sich diese Episode also ein paar Jährchen zurücklegen, bis wir regulär dort angekommen sind.

Alle anderen erwartet ein spannendes Gespräch über zwei wirklich herausragende Folgen.

Und so tanzen die beiden am Ende

Den Tanz der Freude

How I kill your Cordi

Immer wenn ein Fenster abstürzt, öffnet sich eine Tür. Oder so ähnlich. Was Windows-Nutzer schon seit Jahen wissen, muss Angel recht schmerzhaft lernen. Denn die Mächte der Ewigkeit weigern sich standhaft, Doyle wieder zum Leben zu erwecken und wir alle müssen den Tatsachen ins Gesicht schauen: Der liebenswerte Ir(r)e ist für immer Seriengeschichte. Zum Glück schickt uns Joss Weadon aber schleunigst Ersatz per Motorradkurier: Wesley, die alte Schleimbacke aus Buffy Staffel 3 ist zu Besuch gekommen. Um zu bleiben. Jedenfalls zum Frühstück. Aber wir ahnen schon: DEN werden wir jetzt nicht mehr los. Denn zusammen hat man ja den Fall gelöst (Siehe: Die drei Angel-Zeichen und das verschwundene Dämonen-Horn) und Cordie noch rechtzeitig gerettetetet, bevor sie bei einer Auktion im schmucken Tulpen-Saal höchstbietend an die schmierige Anwaltskanzlei (gibt es derer eigentlich auch nichtschmierige?) verhökert wird. In Einzelteilen. Fachmännisch zerlegt vom abgeranzten Bruder von Ted Mosby. Stellt sich nämlich heraus: Cordie hat das dritte Auge. Jedenfalls metaphorisch. In Doyles Kuss steckte weit mehr als Sabber und so versucht die gute küssenderweise das Geschenk der Visionen an den Mann zu bringen, akzeptiert aber schließlich das Abschiedsgeschenk der Verschossenen. Denn das ist am Ende alles was von Doyle geblieben ist.

Nicht nur die Haupthandlung weiß diese Woche zu gefallen, sondern auch die vielen kleinen eingestreuten Gags wie der Dämon in Adiletten auf der Suche nach der Massage-Bank und das gewohnt lockere Spiel mit gängigen Tropes. Auch Cordies Vorsprechen ist Comedy-Gold. Kein Wunder, dass wir die Stepschuhe anziehen und ihn tanzen den

Tanz der Freude

Chapeau Doyle

Sascha wollte diese Folge ja eigentlich “Helden in Strumpfhosen” nennen, aber das war selbst Gregor zu platt. Dabei geht es in dieser Folge doch um Helden. Und sogar um Strumpfhosen. Denn Cordie und Doyle stellen sich den strahlenden Helden Angel in ebensolchen vor. Und können die Vorstellung (genau wie wir) nicht mehr vergessen. Aber in allen steckt ein kleiner Held, sogar in Doyle. Was dieser am Anfang der Folge aber recht demonstrativ verneint, um sich selbst und uns im Verlauf der Episode dann das Gegenteil zu beweisen.

Das wäre eine richtig schöne Folge, wenn da nicht der große Elefant im Raum stände und stramm den rechten Arm ausstrecken würde. Denn mal ehrlich: Nazi-Dämonen? Echt jetzt? Die laufen (oder stürmen) nicht nur völlig unbehelligt im Stechschritt durch Los Angeles Straßen sondern sind angeblich total unbesiegbar. Quasi tausendjährige Dämonen. Aber ähnlich wie das tausendjährige Reich erweist sich auch die angegebene Lebensdauer unserer Dämonischen Unsympathen als gnadenlos übertrieben. Denn Angel macht die mal so mir nichts dir nichts platt. Und wir hören nie wieder was (okay, einmal in einen Nebensatz) von den Jungs. Und ihre dicke Berta schießt noch nichtmal bis Paris, sondern höchstens bis zum nächsten Block. Pah. Amateure. Und dann faseln die was von reinem Dämonenblut, stecken aber schneller den angeblich bösen Angel in eine Uniform, als dieser SA sagen kann.

Dass Doyle tatsächlich am Ende den Löffel abgibt, kommt für nichteingeweihte Zusehende dann doch überraschend. Mal einen der Hauptcharaktere mitten in der ersten Staffel zu killen, das war YAR noch nie da! Und angeblich schon immer so geplant gewesen, was auch nichts mit den oft kolportieren Alkohol und Drogenproblemen des Darstellers zu tun hatte, neinein!

Wir ziehen also unsere Sturmtrupplermütze vor Doyle, der uns richtig doll ans Herz gewachsen ist und haben aber nicht vor, auf seinem Grab zu tanzen.

Wenn Sascha dieses Mal etwas merkwürdig klingt, dann liegt es daran, dass er temperaturbedingt aus dem heimischen Garten podcastet.

Once more ins Rohr

Titelbild Episode 008

Endlich wieder Beziehungsgespräche im Abwassernetz! Denn Buffy ist zurück! Jedenfalls für eine Folge. Wer hat sie nicht vermisst? (Sascha, nimm gefälligst die Hand runter!) Nach Ozzens Kurzauftritt waren die Autoren der Meinung, ein Crossover mit der Muttersendung wäre eine gute Idee, die ein oder andere Zuschauerin mit auf den eigenen Kanal zu ziehen.

Aus völlig anderen Gründen *husthust* haben wir uns deshalb gedacht, es wäre doch eine gute Gelegenheit, diese Crossoverfolge zu einer Crossoverfolge zu machen. Deshalb haben wir unsere großen Vorbilder eingeladen und nach einigem technsichen hin- und her haben sie es auch wirklich geschafft. Wir freuen uns ganz besonders, Petra und Fabian vom großartigen “Once more with feeling”-Podcast im Hotel begrüßen zu dürfen. Dort haben sie bereits über die passende Buffy-Folge gesprochen, in der Angel seinen Gegenbesuch in Sunnydale gemacht hat. Wie passend, denn auch Gregor und Sascha hatten sich schon mehrfach in den Buffy-Podcast gewanzt.

Gemeinsam stellen wir also die Uhr auf das Jahr 1999, wälzen uns ein wenig durch Angels Büro und Angels Bett, besuchen zum ersten Mal die Orakel und drehen am Ende die Uhr wieder zurück auf Anfang.

Nicht ohne ihn zumindest teilweise zu tanzen, den

Tanz der Freude

Party ohne Schmiss

Serienfans der 90er (oder besser: Fans von Serien der 90er) wissen schon: Wenn Mann gerade bei einer Neuen angebandelt hat und plötzlich die Alte im Türrahmen steht, dann packt man am besten zwei thermonukulare Sprengköpfe ein und sprengt ihren Heimatplaneten in die Luft. Doyle macht dagegen eher auf Captain Pike (der richtigen, nicht den – zugegeben sehr sympathischen – neuen) und blinkt einmal “Ja.”

Denn seine Exfrau kommt samt Scheidungspapieren und neuem Zukünftigen vorbei, der sich als Dämon herausstellt. Als völlig harmloser. Abgesehen von der winzigen Kleinigkeit, dass er das Hirn seines Vorgängers essen will. (Ein dramaturgischer Kniff, der später in dem Film “Warm bodies” noch einmal..äh..aufgewärmt werden wird) Die ohnehin schon recht verkrampfte Junggesellenparty droht daraufhin zu eskalieren. Denn wer bringt schon einen Vampir mit zur Party. Antwort: Doyle. Und wer bringt eigentlich einen whocaster mit zum Angel-Cast? Antwort: Wir. Denn der gute Raphael vom whocast wurde nach einer Aufnahme für den grauen Rat einfach mit dem Versprechen auf Schrimps im mumble gehalten und bespricht mit uns die Folge. Und trotz Alter, Rücken und allgemeiner Bewegungsunfähigkeit begeben wir uns auf die Tanzfläche und deuten ihn ganz zaghaft an, den

Tanz der mäßigen Freude

More than a feeling

Titelbild Folge 6

Lasst Euren Gefühlen freien Lauf! Denn heute werden wir – wie sich das für gute ArbeitnehmerInnen gehört – zum Seminar geschickt. Denn Kollege Angel hat noch gewaltigen Schulungsbedarf, was seine sozialen Inkompetenzen betrifft. Ebenso Kate. Ernsthaft, auch wenn es schwer zu glauben ist: Wir haben sogar schon Chirurgen mit mehr Sozialkompetenz gesehen, als dies beiden.Blöd nur, wenn der Schulungsleiter mit bösen Mächten im Bunde ist und alle auf einmal den totalen Gefühlsflash bekommen. Wie soll man denn da in Ruhe Mafia-Bosse unter Kontrolle halten?Eine Tolle Folge, die wir beide schon fast vergessen hatten, uns aber mit voller Wucht wieder eingeholt hat. Die wirkt mit zunehmender Berufserfahrung um so besser. Apropos wir beide: Wir haben Verstärkung. Der gute Alex, bekannt als Trennerstimme und aus dem grauen Rat verstärkt uns in diesem Monat bei der Folgenbesprechung. Und er stimmt ihn gleich mit an, denTanz der Freude!

Ghost – Nachricht von Dennis

Mutti mauert Dennis ein

Dieter hat man gern als Mieter, aber Cordelia nicht gerne Kakerlaken als Untermieter. Woraufhin sie erstmal bei Angel einzieht und wir schon anfangen, die Titelmusik von “Ein verrücktes Paar” zu summen, denn natürlich entbrennen sofort kleinere Dispute darüber, warum Angel keinen Bock auf Spiegel in seiner Wohnung hat und ganz besonders nicht auf Erdnussbutterflecken auf seinen Bettlaken. WIE die da hingekommen sind, darüber hüllt sich die Serie glücklicherweise in Schweigen. Die Wohnungssuch-Montage im Anschluss haben wir jedenfalls so oder so ähnlich tatsächlich alle schonmal erlebt und irgendwas ist fischig an der Traumwohnung, die Cordelia zum Schnäppchenpreis ergattern kann. Denn in der Wand, da wohnt ein Geist, der jedem in die Waden beißt. Oder so ähnlich, denn Cordelia bekommt gleich zwei Geister zum Preis von einem und wir ein paar schöne Varianten von gängigen Film-Klischees wie plötzlich im Spiegel auftauchende Gesichter und Exorzismus mit integriertem Lateinunterricht. Schön auch die Schläger-Dämonen (nicht zu verwechseln mit Schlager-Dämonen), die aussehen, als wären sie gerade mit einem Shuttle von der Orville gekommen. Die sorgen so ganz nebenbei dafür, dass auch der gute Doyle (und das gut meinen wir nicht ironisch) noch ein bißchen mehr Charakter bekommt. Wäre doch schade, wenn der Mann aus der Serie geschrieben würde….Was sollen wir sagen? Die Dialoge sind gold, die Aktion ist toll, der Anrufbeantworter herrlich altmodisch und Charisma Carpenter spielt sich hier die Seele aus dem Leib. Wer hier nicht den Tanz der Freude tanzt ist von allen guten Geistern verlassen.

Dr. Meltzers Gespür fur Frauen

Ein Doc mit Biss

Dieser Arzt hat ein Auge auf seine Patientin geworfen. Man könnte auch sagen, er reißt sich ein Bein aus für sie. Denn sie hat die Hände eines Chirurgen….in ihrem Bett!So, genug billige Wortspiele für heute, wir wollen Euch ja kein Ohr abkau…verdammt! Eigentlich haben wir nicht viel erwartet von dieser Folge, die wir als sonaja in Erinnerung hatten. Umso erfreulicher war es, das uns die Folge echt gut unterhalten hat. Denn das Konzept ist ja irgendwie erfrischend: Frau wird von ihrem Arzt belästigt, was wir ja in unserer Praxis genauso jeden Tag erleben. Aber dass unser verhasster Doctor Selzer sich in seine einzelnen Körperteile auflösen kann und die Guteste quasi von den Augen, den Händen und den Füßen separat verfolgt wird, das kam dann doch überraschend. Und vor allem führt es zu traumhaften Dialogen und gar wilden farblichen Variationen von Angels Garderobe. Hier schicken wir nicht nur einen Fuß auf die Tanzfläche, sondern den kompletten Körper mit dran und tanzenDen Tanz der FreudeAber nicht zu doll herumwirbeln, wir wollen ja keine Körperteile verlieren.

Kein Ring für Rachel

Ein Ring sie zu knechten

Ist es ein gutes Omen, dass schon in der dritten Staffel der neuen Serie gleich zwei Charaktere der Muttershow auftauchen? Obwohl, eigentlich sind es gleich drei. Denn nachdem der Ring von Amara schon bei Buffy für allerlei Verwicklungen und Vampirkämpfe am hellerlichten Tag gesorgt hat, tauchen sowohl Ring, als auch Ringwächter Oz UND Blondiebär Spike in Los Angeles auf. In umgekehrter Reihenfolge. Und was sollen wir sagen? Der einzige, der nicht so recht in die Serie passen will ist tatsächlich der namensgebende Ring, der sich am Ende der Folge aber ohnehin in grünes CGI-Gedöns auflöst. Denn Oz hat seine stoische Art mitgebracht und Spike neben seiner bösen Zunge auch einen Schmerztechniker. Und wir wissen aus anderen Serien: Folterfolgen sind oft die besten. Ausser, der Folterknecht entpuppt sich als Jack the Ripper. Das ganze garniert mit unglaublich tollen Dia- und Monologen und genau der richtigen Portion Humor zur Folterei. Toll. Wir vermissen allerdings eine winzige Vision. Dass nämlich der gute Oz erst zielstrebig die Folterhalle an- und umfährt und anschließend den entflohenen Schmerztechniker, obwohl niemand der Businsassen mitbekommen haben kann, das jener in Besitz des Rings ist, scheint so ohne Einmischung höhrer Mächte doch etwas unglaubwürdig. Nichts desto trotz weiß die Folge durch Witz, Esprit und ganz hervorragende Bildgestaltung zu gefallen. Da zuckt selbst bei alten erkälteten Männern das Tanzbein und wir tanzen
Den Tanz der Freude!