Mit nem Dämon in die Kiste

Leute! An diesem Drehbuch haben 99 nackte neopolitanische Nymphen mit aus Ebenholz geschnitzten spitzen Stiften geschrieben – im Vollmondschein in einem See aus Weihwasser sitzend. Denn was uns heute serviert wird, lässt den faden Beigeschmack der letzten Folge nach aufgewärmter Drehbuchklischeekost vergessen. Das ist ein Sternemenü auf güldenem Teller. Oder auch ein verbrannter Brownie mit Sternanis. 🙂 Denn diese Folge greift nicht nur gängige Exorzismus-Klischees auf, sondern schafft es, sie gleich zweimal auf den Kopf zu stellen. Angel muss sich nämlich heute mit einem bessesenen Buben herumschlagen (und das ist wörtlich zu nehmen). Während wir schon die Augen verdrehen, weil uns kameratechnisch und inszenatorisch förmlich um die Ohren gehauen wird, dass der Vater der Besessene ist, bleibt selbigen der Brownie im Halse stecken, als sein Sohnemann plötzlich eine schlechte CGI Maske trägt. Nur um am Ende den brandheißen reveal zu bringen, dass der Junge ohnehin schon immer ein seelenloser Knabe war und der Dämon das Opfer (von Angels Streitaxt). Chapeau, liebe AutorInnen! Auch, dass sie nicht versucht haben die 132drölfzigste Exorzismus-Szene möglichst dramatisch zu inszenieren, sondern den Prozeß auf das Wesentliche beschränkt haben. Und nebenbei noch ein bißchen Charakterentwicklungen für Angel und Wesley betreiben UND an Doyle erinnern UND eine der kommenden Episoden vorbereiten. Wir können uns nur wiederholen: *lufthol*

SO MACHT MAN DAS, CHIBNALL! VERDAMMT NOCH MAL!

Bonuspunkt: Die absolut gruselige Nonne und ein Schauspieler, der aussieht wie Seth McFarlane.

Keine Frage, dass wir ihn förmlich wie besessen aufs Parkett legen, den

Tanz der Freude

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