Auf Leben und Brot

Manchmal besteht ein Festmahl eben nur aus einer Variaton verschiedener Brote. Und manchmal kommt es vor, dass man mit okayen Erwartungen in eine Folge geht und begeistert wieder rauskommt. Beides ist heute der Fall. Angel ist wieder mal / immer noch auf der Suche nach Darla. Stellt sich raus: Beim Wiedererwecken hat nicht nur die gute Darla die Reise zurück ins Dasein angetreten sondern auch ihre bakteriellen Untermieter. Weil die Syphilis-Behandlung ein paar Jahrhunderte zu spät kommt sind es nur noch ein paar Monate, die der immer blasser werdenden Blondine auf der hohlen flachen Erde bleiben. Das hat sogar Lindsays Hautarzt bestätigt! Während Darla sich mehr oder weniger mit ihrem Schicksal arrangiert hat, durchlebt (durchuntotet?) Angel die verschiedenen Phasen der Trauer. Und weil das “Verhandeln” ganz oben auf der Kübler-Ross Skala steht (oookaaay, auf Platz 3 von 5) stellt sich Angel drei Prüfungen, um von einem britischen Butler (was hat der, dessen Name nicht genannt wird nur immer mit den Briten?) eine dritte Chance für Darla zu erbeuten. Angel wäre nicht der Hauptdarsteller seiner eigenen Serie, wenn er nicht am Ende siegreich hervorgehen würde, um dann doch mit leeren Händen dazustehen. Denn wiederwiederbeleben das geht nun wirklich nicht, selbst nicht, wenn man James der Butler ist. Aber das Brotbuffet war lecker. Und gerade als auch Angel sich mit der Situation abgefunden hat überschlagen sich die Ereignisse 🙂

WOW! Diese Folge hat soviel, worüber man reden kann. Und deshalb tun wir das auch: Die Phasen der Trauer, Anspielungen auf Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Charakterstudien und die vermutlich besten letzten 3 Minuten einer Folge der gesamten Serie. Denn der überraschende Auftritt des Gaststars ist dermaßen gut in Szene gesetzt, dass einem auch bei xten Mal ein Schauer den Rücken runter läuft. Diese Musik! Diese Kameratechnik! Dieses Wortlose Spiel! Selbst Darla nervt deutlich weniger als gewöhnlich. Und der Grunge-Vampir in der versifften Kneipe ist auch großartig. Die Darla-Darstellerin darf ihre Gesangsstimme auspacken, alte Folgen werden geschickt referenziert und alles, was passiert, wird logisch vorbereitet. Sascha hätte nie gedacht, dass er das bei einer Darla-Episode mal machen würde, aber auch er tanzt voller Inbrunst

Den Tanz der Freude

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.