Angel geht Angeln

Meine Damen und Herren, Diverse und Dämonen, wir haben uns heute hier zusammengefunden um einem Mann zu huldigen, bei dessen reiner Erwähnung seines Namens ein Hauch von Ehrfurcht und Harmonie mitschwingt

Art laFleur

Ein Name wie Silberklang, ein Gesicht wie aus dem Gesichtsbuch, eine Statur wie eine Statue! Ein Mensch, der in soo vielen Serien und Filmen mitgespielt hat und immer aus der zweiten Reihe hervorsticht. Kurz: Unser Held der Folge!

Heute spielt er einen fiesen Möpp, der einen Swami um die Ecke gebracht hat und nun mit Angel ein Angelwochenende verbringt (ohne witz!), um ihn einfach ein paar Tage aus Los Angeles fernzuhalten im Auftrag seines Auftraggebers. Der hat sich nämlich im Zauberspruchbusiness ein solides Standbein verschafft und will das nun auf beide Beine ausbauen, indem er seinem Konkurrenten seine Geburtstagsparty versaut. Denn das ist – wie sich erst am Ende der Folge rausstellt – keine gewöhliche Party zum 50. sondern geht mit der Opferung der Erstgeborenen einher. Und der Plan hätte funktioniert, wenn nicht diese dämlichen Kinder gewesen wären! Äh…wenn da nicht Wesley gewesen wäre, der nicht nur seine Nase in Angelegenheiten gesteckt hat, die ihn nix angehen, sondern auch andere Körperteile in Körperöffnungen der vermeindlichen Jungfrau. Wes muss sich nämlich als Angel ausgeben, um den Tag und Cordy zu retten und tritt dabei so ca in jedes Fettnäpfchen, was er finden kann, kann aber auch durch Heldenmut und Gewitztheit glänzen. Während Angel scheinbar oberflächliche Gespräche mit Art laFleur führt, die sich als erstaunlich treffsicher und tiefgründig entpuppen.

Kurz: Der gute Micha freut sich, dass er spontan das Bären-Zimmer im Hotel gebucht hat, denn diese Folge ist Gold. Jeden Dialog in der einsamen Waldhütte möchte man am liebsten küssen und einrahmen, Alexis Danisof kann endlich was anderes spielen als den tollpatischigen Gehülfen und blüht regelrecht auf als Angel-Darsteller. So sehr, dass er ihm am Ende neben Mantel auch locker die Show stiehlt. Und dann die Regiearbeit und vor allem der Schnitt. Die Folge ist auf den Punkt geschnitten und man möchte sie den Laiendarstellern (die erstaunlicherweise für 7 Jahre Voyager bezahlt wurden) aus dem echt mies geschnittenen Crowdfundingvideo für die Voyagerdokumentation rechts und links um die Ohren hauen. Diese Folge hier gehört in die Top 5 der besten Angel-Folgen. Und nicht nur weil hier wirklich geangelt wird. Keine Frage, wir sind ohne zu zögern sowas von auf der Tanzfläche, hüpfen und springen und gröhlen mit beim

Tanz der Freude.

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