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Heimat, süsse Hölle

Nachdem wir beim letzten Mal den etwas vom inoffiziellen vierten Teil der Pylea-Trilogie überrascht worden waren, wissen wir heute, worauf wir uns einlassen. Auf einen Dimensionssprung mit Q. Ach nee, das war ne andere Serie, wir sind ja hier in der gut geschriebenen. Weil es eine 96prozentige Wahrscheinlichkeit gibt, dass wir das Portal nicht als amorphe Masse verlassen werden, ist André noch schnell von der Insel rübergekommen und ins Cabrio gehüpft. WIR haben allerdings trotzdem lieber das Verdeck zugemacht. Wegen unserer Abneigung gegen Tageslicht. Angel dagegen genießt den Aufenthalt im Haus der drei Sonnen und auch Wes muss ihm begeistert ans Ohr fassen. Der gute Lorne freut sich nicht so richtig, wieder zu Hause zu sein und auch Cordie fühlt sich in ihrer Rolle als Kuh jetzt nicht sooo wohl, hat aber offenbar kein Problem damit, am Ende als wandelnde Fleischbeschau herumzulaufen und ihre Euter zu präsentieren. Obwohl wir da so ne Ahnung haben, welcher Serienschöpfer bei der Outfitwahl ein Wörtchen mitgesprochen haben wird.
Mit leichten anzüglichen Abzügen in der B-Note sind wir dennoch sehr zufrieden mit dem Gesehenen, freuen uns auf die weiteren Teile und nehmen ihn schonmal eine Folge vorweg, den

Tanz der Freude

Ps:

Hört Raphael (und oft auch André) im whocast
Besucht André (und unseren Jinglesprecher Alex) auf ihrer Insel.

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DFlgzdrGrgrknTtlngfllnst

Vkl wrd brbwrtt. Zmdst n d Dmnsn, n d wr ns ht bgbn wrdn. Aber bevor es soweit ist bleiben wir noch auf dieser Seite des Portals im Hier und Jetzt. Oder besser gesagt: Im Los Angeles der frühen 200er. Und wir sind etwas überrascht, denn der Palea-Dreiteiler, den wir alle tatsächlich als Dreiteiler in Erinnerung hatten, entpuppt sich plötzlich und unerwartet als heimlicher Vierteiler, denn hier werden quasi schon die Grundlagen für den Besuch in der Partnerdimension gelegt.
Wobei ja erstmal doppelter Besuch durchs Portal kommt. Erst stört ein Dämon die Gesangseinlage des Host, der heute erstmals einen Namen bekommt. Und es ist leider nicht Horst. Aber wir lernen noch mehr: Nämlich dass es einen Unterschied ergibt (nicht macht), ob der Dämon das ganze Opfer frisst oder nur die Leber. Zum Glück gibts ja Hilfe durch einen zweiten Monsterjäger, der durch ein weiteres Portal tritt und nebenbei noch ein bißchen Hintergrundgeschichte für Lorne (SO heißt Horst nämlich wirklich) liefert. Und (das wissen wir jetzt natürlich noch nicht) die Brücke baut für den kommenden Dreiteiler, dessen vierter Teil diese Folge ist.

Gunn hat währenddessen Gunns eigene Sorgen, denn seine alte Gang hat sich zusehends von ihm entfremdet und sucht ihn nur noch hin und wieder auf um sich sein Auto zu borgen. Und zack! ist sein bester Kumpel tot und landet Darth Vader Like auf einen Scheiterhaufen mitten im Los Angeleschen Äquvalent der Bronx.

Cordie hat derweil nicht nur falsch gegessen, sondern auch falsch unterzeichnet. Nämlich den Castingvertrag mit einem Regisseur der so übergriffig gezeichnet ist, dass er vermutlich schon damals als Parabel auf den  Serienschöpfer gemeint war. Ohne, dass der das bemerkt hat. Schapoh, oder wie man das schreibt. Und sie hat in all den Jahren immer noch nicht gelernt, dass es NIE eine gute Idee ist, laut aus einem jahrhundertealten Buch vorzulesen, das ganz offensichtlich in Zusammenhang mit dem Verschwinden einer jungen Dame/dem Auftauchen von Dämonen in Verbindung steht.

Und auch Angel hat seinen Packen zu tragen, denn er findet sich als alter grumpy Vampirmann in dieser schnelllebigen modernen Welt mit dem Internetdings und dem hurenlosen Essen (das haben wir uns nicht ausgedacht) nicht so wirklich zurecht und sehnt sich nach den guten alten Zeiten, wo die Welt noch schwarz und weiß war.

Kurz: Die Folge dient schon deutlich dazu, die Figuren für den kommenden Dreiteiler in Postition zu bringen. Und das macht sie schon ziemlich geschickt und liefert nebenbei noch einige Szenen und Dialoge, die sich in unser Hirn gebrannt haben, die wir aber nicht so wirklich dieser Folge zuordnen können. Und genau aus diesen gründen sind wir mehr oder weniger auf der Tanzfläche und tanzen

Den Tanz der Freude.

Auch weil wir uns freuen, dass der gute Raphael vom Whocast nach einer Aufnahme für den grauen Rat gleich mal da geblieben und mit uns nach Los Angeles gekommen ist.

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Das eiskalte Händchen

Es sind Betriebsferien im Hotel Hyperion. Denn während andere Hotels sich während der Corona-Pandemie von Lockdown zu Lockdown hangelten, war bei uns Dauerbetrieb. Deshalb haben Gregor und Sascha einfach mal Urlaub in Sunnydale gemacht, um dort von diesen leckeren Burgern zu kosten, von denen man soviel Gutes hört.

Und als Gegenzug haben Sandra und Stefan von “Antenne Höllenschlund” sich angeboten, einfach mal in diesem Monat das Hotel zu managen. Hoffentlich machen sie nix kaputt. Aber sie haben ja quasi – Achtung! – ein HÄNDCHEN für Vampirserien. Dem guten Lindsay ist ja beim letzten Mal unser Hauptprotagonist nicht nur auf den Schlips sondern auch auf die Porzellanhand getreten. Und nun muss die Gitarre noch ein wenig länger im Schrank rumstauben (warum haben wir die bei diversen Schrankinnnenaufnahmen vergangener Folgen eigentlich nie gesehen? Und warum sieht der Schrank jedes Mal anders aus?) denn es steht wieder mal eine Revision bei der Anwaltskanzlei unserer geringsten Vertrauens ins Haus. Mit entsprechenden Beförderungen. Entweder nach oben oder nach draußen. Dass Lindsey kurz vorher ein neues Händchen aus Fleisch und Blut von der Firmenleitung geschenkt bekommt, *könnte* man als Zeichen werten, wer von den beiden Cochief-Residenz für special operations wohl welche Art von Beförderung bekommen soll. Lyla füllt also schonmal fleißig den Kompromatkoffer, während Lindseys Freude über die neue Extremität schon bald einer (achtung!) handfesten Skepsis weicht, denn iiiirgendwie treibt seine neue Hand ihr eigenes Spiel. (“Ach DAS wars! Der Schalter stand noch auf Böse!”) Stellt sich raus: Der Wolf (hurz!) das Ram(hurz!) und das Herz(auf der schwarzen Wiese) sammeln menschliche Ersatzteillager, die von Lindsey befreit wird und dann hat auch das ewige Hin- und Herschwanken zwischen Gewissensbissen und Karriere ein Ende (Hätte er sich das nicht vorher überlegen können, bevor er ANWALT wurde), er schmeißt den Job hin, sich in seine Freizeitklamotten und die Hillbillykarre und fährt (vorerst) aus der Serie. Nicht ohne noch einen kleinen Abschlußgag von Angel verpasst zu bekommen.

Und wie fanden Sandra und Stefan dat janze? Nun. Hört einfach selbst, ob getanzt wird.

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Sovühl Harmonüh gabs noch nüh

Ihr Lieben! Haltet Eure Kutten fest, denn hier fliegen gleich die Tasten aus dem Keyboard. Schließlich haben wir heute die Folge, auf die Sascha seit Jahren hingefiebert hat. Und weil Gregor noch nie so richtig verstanden hat, warum der Concierge des Hotels mit der Stimmungskanone die Vorschußlorbeeren schießt, haben wir uns eine dritte Meinung eingeholt. Die natürlich so gewählt worden war, dass Sascha in seiner bestärkt wird. Denn der gute Raphael vom Whocast war sofort Feuer und Flamme, als er hörte, welche Folge auf der Agenda stand. Ob die Harmony-Variante des Virus sich als ansteckend erweist? Ihr hört es am Ende. Denn auch Cordie und die Gang bekommt Besuch: Harmony hat den Weg von Sunnydale nach Los Angeles gefunden und – wie das bei Frauen offenbar usus ist – geht erst mal mit Cordie duschen und die Damen pflegen sich gegenseitig die Füße. Und da isses Cordie auch ziemlich egal, dass sich Harm (welch ein passender Name) als Vampir herausstellt. Und gleichzeitig outet sich Willow und Cordie daraufhin als ziemlich verklemmt und Engstirnig. Gäbe es einen Kritikpunkt an der Folge, dann wäre es die latente Art, Homosexualität for the loughs zu spielen. Denn schließlich haben nur schwule Männer einen Modegeschmack, haha. Aber davon abgesehen tut die Folge nach all dem Grübeln, meucheln und gegenseitigen Vorwürfen der letzten Episoden einfach gut: Es kehrt wieder leben ins Hotel ein. Und selbst wenn es nur untotes Leben in Form von Harm ist, die sich herrlich penetrant nervig ins Team drängen will. Und der Bösewicht der Woche weiß auch zu gefallen. Zwar haben wir keine Ahnung, wie genau sich Doug Sanders bei diesem Pyramidenspiel bereichern will (ist DAS denn nicht der eigentliche Sinn bei solchen Systemen?) geschweige denn, wie es eigentlich funktioniert. Aber der Typ mit seinen Lifecoach-Buzzword-Bingo, seinem Buch und seinem Schnauz ist einfach großartig. Heute hätte sein Schnäuzer einen eigenen Podcast! Dass die Gang bei dem Stichwort “Life Coach” exakt so reagiert wie wir, wenn in der deutschen Podcast-Facebookgruppe der/die tausendste Selbstoptimierungspotentialsteigerungsmotivationsguru sein/ihr lifechanging Projekt anpreist. Nämlich genervt. Toll. Wir hätten uns gewünscht, dass der gute Doug überlebt und immer mal wieder als Gegenspieler mit immer neuen Betrugsmaschen vorbeischneit.
Apropos schneien: Von uns regnets Lob. Und zwar auch von Gregor. Und so ist es am Ende kein Wunder, dass sich alle drei Herren auf der Tanzfläche einfinden und sie fast zum Einsturz bringen mit dem
Tanz der Freude

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Eine Offenbarung mit Bums

Oder wars umgekehrt? Egal! Angel durchlebt heute einige Buffyfolgen einfach nochmal. Aber bevor wir dazu kommen: Wir dürfen heute einen Hotelgast begrüßen, auf den wir uns ganz besonders gefreut haben. In der Rückspultaste hatte er den Fehler gemacht zu erwähnen, dass er früher(tm) Buffy und Angel geguckt hat. Was eine prompte Einladung in diesen Podcast zur Folge hatte, die er erfreulicherweise dankbar angenommen hat. Wir begrüßen hier Jan Nummer eins! Man könnte auch sagen: Es war eine Offenbarung! Und zwar völlig ohne damit verbundenem Geschlechtsverkehr.

Angel dagegen spielt gemeinsam mit Darla nochmal Buffy Staffel 2 nach, allerdings ohne den damit verbundenen Verlust der Seele. Aber gemeinsam mit dem angestauten Samen verlässt auch einige Last die Seele unseres Protagonisten und er hat einen seltenen Moment der Erkenntnis, den er mit Kate teilen will. die er erst vor dem Tod rettet, dann unter die Dusche schiebt und der er dann vergisst einen Job in seiner Detektivagentur anzubieten. Deshalb sehen wir die gute Elisabeth Röhm heute leider zum letzten Mal. Und dann passiert ja auch noch irgendwas. Denn das Team von Angel Investigations wil vom Namensgeber vor dem sicheren Tod bewahrt werden. Dreiäugige Dämonen trachten nämlich nach deren Leben. Aber zum Glück kommt Angel seinem alten Team rechtzeitig zur Hilfe und wir erleben sogar zarte Anstätze der Versöhnung. Zwar ist am Ende noch nicht alles eitel Sonnenschein, aber wir sind DEFINITIV auf der Tanzfläche und tanzen

den Tanz der Freude

Und eigentlich sollte ich hier noch Sachen verlinken, die ich allerdings vergessen habe. Hm..also so grob war es das:

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Die Qual der Wahl bei der Fahrstuhlwahl

Die Serie der guten Folgen reißt nicht ab. Und das, obwohl wiedermal Darla auftaucht. Im Gegensatz zu Sascha. Der Concierge dieses Hotels und Podcasts hat nämlich Feuerwehrausbildung (und die ausschließlich mündliche Verabredung zum Aufnahmetermin schlichtweg vergessen). Zum Glück steht ein Gast an der Rezeption: Der gute Tim redet nicht nur gerne im grauen Rat über Babylon 5, sondern auch über Farscape und hat die Film- und Serienrepublik ausgerufen.

Sie kennen das: Die interne Revision hat sich bei Wolfram&Hart angekündigt. Nur geht die in dieser Anwaltskanzlei buchstäblich über Leichen. Kein Wunder, dass alle Angestellten nervös werden, in der Karaokebar ihre Zukunft wissen wollen und Ziegen opfern. Aber auch Angel will die Gelegenheit nutzen und dem Obermufti buchstäblich an die Gurgel. Den passenden Hanschuh gibts beim gealterten Wigald Boning. Nach einen kleinen Scharmützel mit Darla (*gäähn*) gehts nicht auf den Highway to hell, sondern in den Fahrstuhl in die Hölle. Mit holländischem Liftboy. Um am Ende zu erfahren, dass die Hölle buchstäblich auf Erden ist. Was man in im Jahr 2021 mit einem einfachen Blick aus dem Fenster (oder auf Facebook) durchaus unterschreiben kann. Angel nimmt die Erkenntnis so mit, dass er den Hilferuf der inzwischen gefeuerten Kate ignoriert und mit Darla in der Kiste landet. Wo er *hüstel* den kleinen Tod stirbt.

Wesley und die Gang haben inzwischen Probleme mit dem dritten Auge. Oder besser: mit der Kundschaft mit dem dritten Auge. Denn die will nicht zahlen. Und das wird noch Folgen haben. Und damit ist nicht die Trennung von Wes und äh..Virginia gemeint.

Da der Shownotschreiber nicht dabei war, kann er nur raten, wie die beiden anwesenden Herren die Folge gefunden haben. Vermutlich gut. Was eine Threema-Nachricht (benutzt gefälligst diesen Messenger!) von Gregor bestätigte. Die beiden Herren tanzen

Den Tanz der Freude.

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All Cops are Zombies

Woran erkennt man, dass wir uns in “Angel” befinden und nicht in der Mutterserie Buffy? Nun, in einem Screenshot aus der Episode sind mehr Schwarze zu sehen, als drüben in der kompletten Serie. Dem Weißbrot Shawn Ryan scheinen es die Straßen von Los Angeles allerdings sehr angetan zu haben, war er doch schon der Autor der letzten Gunnzentrischen Angel-Folge. Und auch heute begeben wir uns vor allem mit dem ehemaligen Bandenchef in seine ehemalige Hood. Nur um festzustellen: Da hat sich doch einiges getan. Und seine Leute finden, dass das ständige Abhängen mit Briten und verkappten Sternchen doch ziemlich auf ihn abgefärbt hat. Aber wenn seine alte Freundin Anne mit ihrem 90er Jahre Jugendclub Probleme mit den Cops hat, dann steht er natürlich Gewehr bei Fuß. Oder besser: Kamera bei Fuß. Denn sein genialer Plan angesichts überbordender Polizeigewalt könnte dümmer nicht sein: Auf der Straße rumlaufen, dabei schwarz sein und eventuelle Übergriffe mit einer 90er Jahre Kamera filmen. DAS würde heute schneller mit einem angeblichen finalen Rettungsschuss enden als Gunn “Hallo Herr Wachtmei…” sagen kann. Inklusive anschließenden Falschaussagen der Beamten vor Gericht. Aber ehrlich: Das war schon damals ne dämliche Idee. Die Wesley ausbaden muss, denn er bekommt einen saftig-blutigen Bauchschuss verpasst. Und dass er es am Ende rechtzeitig ins Krankenhaus schafft (wie und wo ist so ein ehemaliger Wächter eigentlich krankenversichert?), hat er nur Angel zu verdanken, der seinerseits ziemlich arschig von Cordy aus dem Hospital geschmissen wird.

Während Gunn und die Gang (diesmal sogar mit beiden, alter und neuer) nämlich lediglich an den Symptomen rumdoktern (“Polizei böse und unverletzbar”) geht Angel der Sache auf dem Grund und fixt nebenbei noch ein wenig seine Beziehung zu Kate. Stellt sich nämlich raus: ACAZ! Zumindest alle aus diesem einen Revier. Wie das der Sheriff und Proctor unbemerkt durchziehen konnten steht auf einem anderen Blatt. Denn irgendwem müsste auffallen, dass da seit Wochen kein Urlaub genommen wird und mehr Funkgeräte und Streifenwagen im Einsatz sind, als das Revier Personal hat. Aber hey: Die Verbrechensrate sinkt und da kann man wohl auch mal in die andere Richtung gucken. Eben ein Einzelfall. Und noch einer. Und noch einer..wir sagen ja: Die Folge ist schlecht gealtert. Am Ende resümiert auch die gute Kate, dass die Wahl der Mittel zwar nicht so prall war, aber solange die Zombies draussen unterwegs war, konnte man eben auch als Frau Nachts alleine über die Straße gehen. Ausser, man ist halt zufälligerweise schwarz. Oder hat bunte Haare. Oder wirkt sonst irgendwie verdächtig. Dann is man halt tot. Man kann halt nicht alles haben.

Aber wir haben was: Nämlich eine Meinung. Die ist ja vermutlich schon ziemlich gut durchgekommen bisher. Was uns freut: Die Folge ist ein Stelldichein der Nebencharaktere. Alle sind sie wieder da: Mearl, Anne, Kate, der Weinkeller…nur Lorne fehlt. Aber: Die Idee mit den untoten Polizisten ist ganz nett und auch gut umgesetzt, aber irgendwie wirkt das Dargestellte angesichts der heutigen Realität nunja, wie harmlose Kinderspielerei. DAS haben wir im echten Fernsehen schon brutaler gesehen in den letzten Jahren. Und zwar in den Nachrichten. Deshalb sind wir auch nicht wirklich auf der Tanzfläche.

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Der Bums endet nie

Heute wirds so richtig romantisch. Denn was macht man, wenn man ein hochintelligenter Klischee-Nerd mit einer schönen Freundin ist (Ich meine: Hey, Dämonen, Vampire, Weltuntergänge, alles gekauft, aber wie unrealistisch ist DAS bitte?) die am Jahrestag mit einem Schluss machen will (DAS wiederum klingt gleich realistischer)? Richtig: Man konserviert sich und die baldige Exgeliebte beim Mitleidsex in einem ewig währenden Orgasmus (also der vom Typen selbstverständlich, was die Frau fühlt, ist dem eh egal).
Klingt total bescheuert? Richtig! ist aber der Plan unseres verklemmten Supigenies, der in seinem Labor daran arbeitet flüssiges Quecksilber (schonmal festes gesehen, Du Schlauberger?!?) in einer Blase aus Zeit einzufrieren. Wäre doch gelacht wenn er das, woran 13 Doctoren mit 13 TARDISSEN über Jahrtauesende gearbeitet haben, nicht in seinem studentischen Labor hinbekommen könnte! Apropos 13 Doctoren: Wir haben den Mann zu Gast, der hauptnebenberuflich über alte Männer (und manchmal auch weniger alte Frauen) in ihren fliegenden Polizeinotrufzellen podcastet: Raphael. Der spontan bereit war, nach einer Aufnahme für den grauen Rat einfach mal im mumble zu bleiben. Und uns auch gleich mal eine bezaubernde Dame für die nächste Folge vermittelt hat.
Aber kommen wir auf den verrückten Wissenschaftler zurück: Der hat nämlich beim Host in der Bar gesungen und selbigen vom Stuhl gehauen. Und zwar mit der Erkenntnis, das die Welt enden wird. Was der Host mit Angels Hilfe zu verhindern sucht. Die Ermittlungen des ungleichen Duos sorgen dabei immer wieder für heitere Elemente und tiefsinnige Gespräche über Angels Seelenzustand. Der am Ende aus seiner Trübsalblaserei wider ein Stückchen mehr in die Spur und zurück in Richtung seiner alten Crew gebracht wird.
Die hat derweil eine reiche Klische-Klientenfamilie als neue Auftraggeber. Stellt sich raus: Die harmlos wirkende Tante zog im Hintergrund die Strippen, was der gute Wes auch Hercule Perot like in versammelter Runde messerscharf geschlussfolgert hat. Das lässt die Truppe ein wenig vergessen, dass der Teppich in ihrem neuen Büro nach Lulu riecht.
Apropos Strippen ziehen: Da sind noch die William-Hartnell-Cosplayer, eine Sekte, die das Ende der Welt herbeiführen und die Ermittlungen von Lorngel verhindern will. Warum und was sie davon haben, sich selber auszulöschen bleibt ebenso ungeklärt wie die Frage, wie das Kraftfeld mit Strom versorgt werden soll, wenn der Generator und sämtliche Zuleitungen ebenfalls im Zeitstoppfeld stehen und deshalb überhaupt kein Strom mehr hineinfließen kann.
Immerhin gibt der Nachwuchswissenschaftler am Schluss bei einem Bier zu, dass es eine Scheißidee gewesen ist. Die Freundin wird mit keinem Wort erwähnt und taucht auch nicht mehr auf. Was eigentlich nur bedeuten kann, dass alle zwar die Apokalypse scheiße fanden, aber die Sache mit dem ewigen Orgasmus schon okay gegangen wäre, wenn es eben nur auf das Schlafzimmer begrenzt gewesen sei.
Aber am Ende stellt sich die Folge als nicht ganz so cringeworthy heraus, als wir befürchtet haben. Die Botschaft ist allerdings doch eher mäh. Aber das drum herum ist echt gut. Der Achim-Menzel-Barkeeper, der Typ in der Bibo, Wesley Christie und jede Menge flotter Sprüche und Oneliner machen das Ganze mehr als erträglich. Aber trotzdem wollen wir zu diesem Lied nicht tanzen. Stehen aber am Rand der Tanzfläche, trinken diverse Getränke und nicken ein wenig mit.

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Mein Name ist Mearl

Als dämonischer Snitch hat man es nicht leicht: Ständig kracht jemand anders durch die Tür des nichtsogeheimen Unterschlupfes, hängt einen kopfüber an die Decke, bringt Berufschläger mit oder – das ist das Allerschlimmste – kritisiert die Einrichtung. Dabei können wir uns nichts gemütlicheres vorstellen als einen Sitzsack, um auf dem frisch geklauten iMac zu zocken. Ach nee, is ja apple, da gibts gar keine Spiele für. Was auch immer man mit dem Teil macht, außer es dekorativ in die Ecke zu stellen. Wie kriegen wir jetzt die Brücke von überteuerter Computertechnik hin zur Handlung? Achja: Man muss schon eine böse Anwaltskanzlei sein oder einen Wohltätigkeitsball verunstalten, um sich so ein Teil leisten zu können. Ha! Meister der Überleitungen sind wir! Der gute Angel trifft auf Anne, die sich nach ihrer Mitgliedschaft in einem Vampirfanclub und einem dämonischen Jugendheim (ältere Buffy-Zuschauende erinnern sich) gedacht hat, sie macht mal selbst einen Jugendclub auf. Dass sie bei diesem tatsächlich sehr noblen Vorhaben von Wolfram&Heart unterstützt wird, das ist ne Kröte, die sie bereit ist zu schlucken, schließlich gehts hier um jede Menge Kröten. Angel rechnet ihr aber mal vor, was die Anwälte daran verdienen (neben jeder Menge Publicity) und was am Ende für die Jugendlichen übrig bleibt. Doch Anne sagt sich: lieber 20% von Millionen als Null Prozent von Nix. Aber der Zweifel ist dann doch gesäht und sie macht mit Angel gemeinsame Sache auf der wohl seltsamsten Spendengala, die wir je erlebt haben. Und glaubt uns: Wir haben schon einige organisiert und moderiert, denn wir haben die bezaubernde Mary zu Gast, die nicht nur seit einiger Zeit für uns den Inhalt der Folgen zusammenfasst, sondern auch mit uns ein Zimmer auf einer Raumstation im Epsilon-System bezogen hat. Wenn sie nicht grade mit Sascha durch das antike Neuseegriechenland streift um die Abenteuer einer gewissen Kriegerprinzessin zu kommentieren. Jedenfalls kommt Mary aus dem Marketing und Sascha macht ja auch was mit Medien. Daher sind uns Galen aller Art nicht fremd. Allerdings haben wir es noch nicht erlebt, das ein dämonischer Zweikampf zum unfreiwilligen Highlight der Veranstaltung wird. War aber alles nur Ablenkung und Angel hat am Ende alle gegeneinander ausgespielt und Wolfram&Heart sowohl um das Geld als auch um ihr Ansehen gebracht. Wie wir weiland bereits bei Dune gelernt haben: Einen Plan versteckt man am besten in einem Plan. Immerhin: Anne bekommt nicht nur 20% sondern den ganzen Batzen (nur für Kinder nicht für Katzen).

Warum da aber das sprichwörtliche Blut dranklebt (klar, wegen des Fights, aber wir meinen eigentlich die ursprünglichen 20%) ist uns allerdings nicht so hundertprozentig klar. Aber wer braucht schon Logik, wenn er so tolle Gaststars hat? Und zwar sowohl in der Folge als auch bei deren Besprechung. Das garniert mit den absolut brillanten Einspielfilmen des verstorbenen Holland Manners. Und so stehen wir zumindest am Rand der Tanzfläche und gehen sogar gelegentlich drauf und tanzen

Den Tanz der Freude

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Sprachlos im Battle

Sagen Sie jetzt nichts!

Der gute Angel hat zuviele Loriot-Sketche gesehen oder durchlebt nach der Film Noir- nun die Stummfilm-Phase. Denn er sagt im Verlauf der Folge keinen einzigen Ton. Höchstens mal ein abfälliges Schnäuzen ansonsten Schnauze. Das könnte ein schönes Stilmittel sein, wenn irgendjemand sich nicht offenbar in der Postproduktion (damit ist nicht Paketeschicken gemeint) gedacht hätte, die Zuschauenden wären eventuell nicht in der Lage der wortlosen Handlung zu folgen und deshalb müsse man noch ein paar Voiceover vom Hauptprotagonisten einsprechen lassen. “Jetzt bin ich bereit” – “Halt, doch nicht.” – “JETZT bin ich bereit.” – “Jetzt habe ich Hunger” usw. Es kann uns niemand erzählen, dass diese Monologe von vornerein geplant waren, die fühlen sich uuuuunglaublich nachträglich aufgepfropft an. Rein handlungstechnisch kann man nicht meckern: Lindsay und Lyla erwachen im frisch gestapalten Leichenhaufen und sollen nun als juristische Ansprechpartner für das diabolische Vampirduo dienen. Wer auch immer von beiden die nächsten Wochen überleben wird. Statt ins Jenseits werden die beiden allerdings ganz normal befördert. Zu acting-Cochiefs of special operations to the secret to the max! Angel spielt währenddessen ein wenig Fightclub, schaltet Darlas dämonische Armee aus und zündet kurzerhand die beiden Vampirdamen ein wenig an. Hätte er vorher den Hydranten weihen lassen, wäre der move NOCH badassiger gewesen.

Währenddessen suchen Wes, Cordy und Gunn erst Trost im Alkohol, dann im Gesang und dann in der Tatsache, dass sie auch ohne Angel als Team gut funktionieren. Und dank einer perfekt getimten Vision finden sie wieder auf den goldenen Pfad.

Apropos finden: Wie finden wir das? Och, eigentlich ganz gut. Aber weit von perfekt. Am meisten stören die aufgesetzten Voiceover. Aber es gibt wieder ein paar gute Szenen und tolle Dialoge und Charaktermomente. Und so stehen wir heute nur am Rand der Tanzfläche und trinken das Bier der Freunde. Und wir freuen uns, dass unser Jinglesprecher Alex mal wieder den Weg ins Hotel gefunden hat!