Cordie in the slaughterhouse
He! Euch ist ein Kind geboren! Und es bringt Liebe in die Welt! Pünktlich zur Weihnachtszeit können wir die Geburt der Erlöserin verkünden! Doch wird sie uns auch von Schreigeflüster, dünnen Plots und dicken Plotholes erlösen? DAS, meine Freunde, werden wir ist im Jänner erfahren (am 15. Jänner ging Lorne durchs Gewürg), denn zunächst sind wir mit einer bösen schwangeren Cordie konfrontiert. Und würde man „Redconning“ im Lexikon nachschauen, dann würde man einen Link zu dieser Folge finden. Heiliges Blechle, hier wird nachträglich zurechtgebogen, dass die Schwarte kracht. Schalten Sie ein, wenn sich 60% der Laufzeit ein Charakter einen vergangenen Momente der der Serie in Erinnerung ruft und ein weiterer sagt: „Ach und DARUM steckte Cordie/ein dunkler Plan dahinter!“ und weil das auf Dauer langweilig werden könnte, holt man einfach Skip zurück, sperrt ihn in einen Bannkreis und lässt ihn erzählen: „Wisst Ihr noch damals, die und die Situation? DA steckte Cordie/ein dunkler Plan dahinter!“ puh. Das *könnte* nach hinten losgehen, doch gerade Skip (Ihr Dämon mit den meisten Überstunden) weiß auch als fieser Möpp so richtig zu begeistern. Man darf halt nicht zu lange darüber nachdenken, ob das Gesagte *wirklich* Sinn ergibt. Um IMDB-Bewertungen zu zitieren:
„Jasmine is so powerful she made Angel’s various writers write the exact words required to bring us to this point. They didn’t even know why they did it, until now. THERE IS NO FREE WILL“
Ja, das Thema freie Entscheidungen versus Vorbestimmung wird mal kurz angerissen, beschränkt sich im Wesentlichen aber darauf, dass Gunn Dalai-Lama-like ein paar Kalendersprüche vorlesen darf.
Und damit sind wir auf der Negativseite der Handlung: Connor und Cordie. Letztere verhält sich derartig verdächtig und Klischee-Bösewicht-(un)artig, dass man Connors treu-doofe Treue nur damit erklären kann, dass er keinen Fernseher in seiner Höllendimension hatte und einen Klischee-Bösewicht nicht erkennt, wenn man ihn ihm auf den Bauch bindet.
Doch spätestens, als Cordie für einen Zauber (wir erinnern uns: Es wurde folgenlang etabliert, dass Connor Zauberei hasst) eine Jung(e) Frau opfern will, sollte eigentlich selbst bei Ihm der gesunde Menschenverstand einsetzen, zumal dieser einen gehörigen Tritt in die richtige Richtung von einer eingebildeten Darla bekommt.
Wir hätten nie gedacht, dass wir uns dermaßen freuen würden, Darla wiederzusehen.
Alles in allem schwanken wir zwischen Bar und Tanzfläche hin- und her aber so richtig Lust zu tanzen haben wir nicht.


