Frei gedacht ist nicht frei gezapft
Die letzten freien Geister versammeln sich am Mikro…ach halt, das klingt jetzt doch sehr nach Aluhut. Wenn man sich in diesem Draußen (schauder) umguckt, dann hat man allerdings doch eher das Gefühl, dass sich eine der zahlreichen Portale zu diversen Höllendimensionen geöffnet hat, denn der erzwungene Weltfrieden über den (aus Los Angeles) bestehenden Globus spannt.
Spannend ist das nämlich auch eher weniger, was Ben Edlund (nicht verwandt mit seinem Bruder Robert) hier in seinem Erstlingswerk ins Skript gezimmert hat. Es ist viel mehr mehr vom Gleichen. Eigentlich nix, was nicht schon so oder so ähnlich da war: Angel & the Gang schleichen durch die Kanalisation, Jasmin macht Jasmin-Dinge, Connor lässt sich wieder von irgendwelchen Frauen an der Nase rumführen und es gibt wieder irgendeinen McGuffin (nur echt mit der Extraportion blauem Licht), der aus dem Hinterteil eines Spinnenmonsters gezogen wird, um die scheinbar aussichtslose Situation im wahrsten Sinne des Wortes per Zauberwort zum Guten bzw. Schlechten zu wenden. Weil den Machenden nämlich aufgefallen ist, dass die Staffel in zwei Folgen bereits vorbei ist und sie keine Ahnung haben, wie man aus der selbstverzapften Scheiße wieder rauskommen soll. Ich meine, hey, am Ende den Resetknopf zu drücken und alle die Geschehnisse dieser Staffel vergessen zu lassen, das wäre dann doch ZU billig, oder? ODER?
So kommt es, dass wir zur eigentlichen Folge gar nicht viel zu sagen haben, aber uns immer wieder in Referenzen verlieren, weil uns das, was wir da sehen, einfach viel zu oft an Dinge erinnert, die wir schon gesehen haben. Sei es hier bei Angel, bei Buffy, bei Star Trek, bei Babylon 5 oder bei Xena (Haaaaaarpien!).
Die letzten Szenen in der Spinnendimension gehören vermutlich zu dem peinlichsten, was nicht auf einem Amiga mit Videotoaster „gerendert“ wurde. Um es mit Angel zu zitieren: „Ach Du Scheiße.“ Ja, David, wir fühlen Dich.
Wir stehen an der Bar und haben keine Lust zu tanzen. Wohlwissend, dass der DJ in nicht allzuferner Zukunft die Grungeplatten gegen Eurodance wechselt. Und dann heißt es: Ab geht die Pardy und die Pardy geht ab!
Und darüber haben wir (unter anderem) noch gesprochen:
Sascha würde nie die Fehler von Klischeebösewichtern machen, dank dieser Liste
Bei Gregor kamen bei der Endszene Erinnerungen an den (zurecht) vergessenen „Spawn“ von 1997 hoch
Sascha musste an den legendären Kampf von Xena gegen die Harpien denken
Hört Gregor und Sascha (und viele andere) über Babylon 5 reden
Hört Sascha und Mary (und manchmal Gregor) über Xena reden
Wie es in einem Feuchten SM-Keller zu Hotel Hyperion kam
