Oh my Darlaling…

Haltet Eure künstlichen Langhaarperücken fest, wir begeben uns auf einen wilden Ritt durch diverse Zeitepochen. Denn es begab sich zu einer Zeit, dass “Buffy” und “Angel” noch parallel (oder besser direkt im Anschluss) ausgestrahlt wurden. Und so lag es auf der Hand, nur einmal in Sets und künstliche Langhaarperücken zu investieren und das daraus entstandene Material gleich in beiden Sendungen auszustrahlen. Garniert mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Rahmenhandlungen. Während der gute blutige William also in dieser Folge nur mal kurz rempelnd und rülpsend durchs Bild läuft, bestreitet er drüben bei der Jägerin die komplette Folge. Und hier in der Tochterserie liegt der Schwerpunkt auf der jahrhundertedauernden Beziehung zwischen Angel und Spi…äh…Darla. Denn um die Gegenwart besser zu verstehen, empfiehlt es sich, die Vergangenheit zu kennen. Und so begleiten wir Darla von ihrem menschlichen Sterbebett, über ein brennendes Lager fahrender Leute bis nach China zum Boxeraufstand. Und tatsächlich wissen wir das Meiste über dieses historische Ereignis aus “Buffy” und “Angel”. In der Gegenwart plagen die sehr menschliche Darla nun die Gewissensbisse, während Angel und die Gang auf der Suche nach der Dame sind. Am kann man die Guteste vor einer durch W+H inzenierten Hinrichtung retten. Stellt sich raus: Die Anwaltskanzlei will, dass Darla letztendlich bei Angel landet. Allerdings tut sie das nicht in einem der hunderten Betten im Hotel, sondern auf dem unbequemen Sofa mitten im Foyer. Warum? Damit sie nach einem Streit mit Angel über die Vor- und Nachteile einer Seele dramatisch zum Hinterausgang hinauslaufen kann.

Und wir? Rennen wir auch schreiend weg? Vor allem Sascha hatte es ja vor dieser Folge gegraut, da er mit der titelgebenden Dame so gar nichts anfangen kann. Aber auch er ist zumindest so halb auf der Tanzfläche, während Gregor ihn natürlich aufs Parkett legt, den

Tanz der Freude

Denn die Folge weiß wieder mal durch tolle Situationskomik und Dialoge zu gefallen. Die Rückblenden und deren Verschmelzung mit der Schwesterserie wissen trotz einer gewissen Cheesigkeit zu gefallen und hey! Wir sehen den Master wieder! UND James Masters. 🙂 Während Holland Manners heute endlich einen Nachnamen bekommt und wieder mal durch seine väterlich-beängstigende Art zu überzeugen weiß, mäandert Lindsey gefühlt seit Ewigkeiten zwischen gut und böse rum und kommt damit erstaunlicherweise immer wieder durch. Der Charakter scheint dadurch im rewatch deutlich inkosistenter, als in unserer Erinnerung.

Und falls Ihr jetzt auf die entsprechende Buffy-Episode neugierig geworden seid:

Hier haben Petra und Fabian “Fool for Love” besprochen

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