Der Bums endet nie

Heute wirds so richtig romantisch. Denn was macht man, wenn man ein hochintelligenter Klischee-Nerd mit einer schönen Freundin ist (Ich meine: Hey, Dämonen, Vampire, Weltuntergänge, alles gekauft, aber wie unrealistisch ist DAS bitte?) die am Jahrestag mit einem Schluss machen will (DAS wiederum klingt gleich realistischer)? Richtig: Man konserviert sich und die baldige Exgeliebte beim Mitleidsex in einem ewig währenden Orgasmus (also der vom Typen selbstverständlich, was die Frau fühlt, ist dem eh egal).
Klingt total bescheuert? Richtig! ist aber der Plan unseres verklemmten Supigenies, der in seinem Labor daran arbeitet flüssiges Quecksilber (schonmal festes gesehen, Du Schlauberger?!?) in einer Blase aus Zeit einzufrieren. Wäre doch gelacht wenn er das, woran 13 Doctoren mit 13 TARDISSEN über Jahrtauesende gearbeitet haben, nicht in seinem studentischen Labor hinbekommen könnte! Apropos 13 Doctoren: Wir haben den Mann zu Gast, der hauptnebenberuflich über alte Männer (und manchmal auch weniger alte Frauen) in ihren fliegenden Polizeinotrufzellen podcastet: Raphael. Der spontan bereit war, nach einer Aufnahme für den grauen Rat einfach mal im mumble zu bleiben. Und uns auch gleich mal eine bezaubernde Dame für die nächste Folge vermittelt hat.
Aber kommen wir auf den verrückten Wissenschaftler zurück: Der hat nämlich beim Host in der Bar gesungen und selbigen vom Stuhl gehauen. Und zwar mit der Erkenntnis, das die Welt enden wird. Was der Host mit Angels Hilfe zu verhindern sucht. Die Ermittlungen des ungleichen Duos sorgen dabei immer wieder für heitere Elemente und tiefsinnige Gespräche über Angels Seelenzustand. Der am Ende aus seiner Trübsalblaserei wider ein Stückchen mehr in die Spur und zurück in Richtung seiner alten Crew gebracht wird.
Die hat derweil eine reiche Klische-Klientenfamilie als neue Auftraggeber. Stellt sich raus: Die harmlos wirkende Tante zog im Hintergrund die Strippen, was der gute Wes auch Hercule Perot like in versammelter Runde messerscharf geschlussfolgert hat. Das lässt die Truppe ein wenig vergessen, dass der Teppich in ihrem neuen Büro nach Lulu riecht.
Apropos Strippen ziehen: Da sind noch die William-Hartnell-Cosplayer, eine Sekte, die das Ende der Welt herbeiführen und die Ermittlungen von Lorngel verhindern will. Warum und was sie davon haben, sich selber auszulöschen bleibt ebenso ungeklärt wie die Frage, wie das Kraftfeld mit Strom versorgt werden soll, wenn der Generator und sämtliche Zuleitungen ebenfalls im Zeitstoppfeld stehen und deshalb überhaupt kein Strom mehr hineinfließen kann.
Immerhin gibt der Nachwuchswissenschaftler am Schluss bei einem Bier zu, dass es eine Scheißidee gewesen ist. Die Freundin wird mit keinem Wort erwähnt und taucht auch nicht mehr auf. Was eigentlich nur bedeuten kann, dass alle zwar die Apokalypse scheiße fanden, aber die Sache mit dem ewigen Orgasmus schon okay gegangen wäre, wenn es eben nur auf das Schlafzimmer begrenzt gewesen sei.
Aber am Ende stellt sich die Folge als nicht ganz so cringeworthy heraus, als wir befürchtet haben. Die Botschaft ist allerdings doch eher mäh. Aber das drum herum ist echt gut. Der Achim-Menzel-Barkeeper, der Typ in der Bibo, Wesley Christie und jede Menge flotter Sprüche und Oneliner machen das Ganze mehr als erträglich. Aber trotzdem wollen wir zu diesem Lied nicht tanzen. Stehen aber am Rand der Tanzfläche, trinken diverse Getränke und nicken ein wenig mit.

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