blog-image

Eine Offenbarung mit Bums

Oder wars umgekehrt? Egal! Angel durchlebt heute einige Buffyfolgen einfach nochmal. Aber bevor wir dazu kommen: Wir dürfen heute einen Hotelgast begrüßen, auf den wir uns ganz besonders gefreut haben. In der Rückspultaste hatte er den Fehler gemacht zu erwähnen, dass er früher(tm) Buffy und Angel geguckt hat. Was eine prompte Einladung in diesen Podcast zur Folge hatte, die er erfreulicherweise dankbar angenommen hat. Wir begrüßen hier Jan Nummer eins! Man könnte auch sagen: Es war eine Offenbarung! Und zwar völlig ohne damit verbundenem Geschlechtsverkehr.

Angel dagegen spielt gemeinsam mit Darla nochmal Buffy Staffel 2 nach, allerdings ohne den damit verbundenen Verlust der Seele. Aber gemeinsam mit dem angestauten Samen verlässt auch einige Last die Seele unseres Protagonisten und er hat einen seltenen Moment der Erkenntnis, den er mit Kate teilen will. die er erst vor dem Tod rettet, dann unter die Dusche schiebt und der er dann vergisst einen Job in seiner Detektivagentur anzubieten. Deshalb sehen wir die gute Elisabeth Röhm heute leider zum letzten Mal. Und dann passiert ja auch noch irgendwas. Denn das Team von Angel Investigations wil vom Namensgeber vor dem sicheren Tod bewahrt werden. Dreiäugige Dämonen trachten nämlich nach deren Leben. Aber zum Glück kommt Angel seinem alten Team rechtzeitig zur Hilfe und wir erleben sogar zarte Anstätze der Versöhnung. Zwar ist am Ende noch nicht alles eitel Sonnenschein, aber wir sind DEFINITIV auf der Tanzfläche und tanzen

den Tanz der Freude

Und eigentlich sollte ich hier noch Sachen verlinken, die ich allerdings vergessen habe. Hm..also so grob war es das:

blog-image

Die Qual der Wahl bei der Fahrstuhlwahl

Die Serie der guten Folgen reißt nicht ab. Und das, obwohl wiedermal Darla auftaucht. Im Gegensatz zu Sascha. Der Concierge dieses Hotels und Podcasts hat nämlich Feuerwehrausbildung (und die ausschließlich mündliche Verabredung zum Aufnahmetermin schlichtweg vergessen). Zum Glück steht ein Gast an der Rezeption: Der gute Tim redet nicht nur gerne im grauen Rat über Babylon 5, sondern auch über Farscape und hat die Film- und Serienrepublik ausgerufen.

Sie kennen das: Die interne Revision hat sich bei Wolfram&Hart angekündigt. Nur geht die in dieser Anwaltskanzlei buchstäblich über Leichen. Kein Wunder, dass alle Angestellten nervös werden, in der Karaokebar ihre Zukunft wissen wollen und Ziegen opfern. Aber auch Angel will die Gelegenheit nutzen und dem Obermufti buchstäblich an die Gurgel. Den passenden Hanschuh gibts beim gealterten Wigald Boning. Nach einen kleinen Scharmützel mit Darla (*gäähn*) gehts nicht auf den Highway to hell, sondern in den Fahrstuhl in die Hölle. Mit holländischem Liftboy. Um am Ende zu erfahren, dass die Hölle buchstäblich auf Erden ist. Was man in im Jahr 2021 mit einem einfachen Blick aus dem Fenster (oder auf Facebook) durchaus unterschreiben kann. Angel nimmt die Erkenntnis so mit, dass er den Hilferuf der inzwischen gefeuerten Kate ignoriert und mit Darla in der Kiste landet. Wo er *hüstel* den kleinen Tod stirbt.

Wesley und die Gang haben inzwischen Probleme mit dem dritten Auge. Oder besser: mit der Kundschaft mit dem dritten Auge. Denn die will nicht zahlen. Und das wird noch Folgen haben. Und damit ist nicht die Trennung von Wes und äh..Virginia gemeint.

Da der Shownotschreiber nicht dabei war, kann er nur raten, wie die beiden anwesenden Herren die Folge gefunden haben. Vermutlich gut. Was eine Threema-Nachricht (benutzt gefälligst diesen Messenger!) von Gregor bestätigte. Die beiden Herren tanzen

Den Tanz der Freude.

blog-image

All Cops are Zombies

Woran erkennt man, dass wir uns in „Angel“ befinden und nicht in der Mutterserie Buffy? Nun, in einem Screenshot aus der Episode sind mehr Schwarze zu sehen, als drüben in der kompletten Serie. Dem Weißbrot Shawn Ryan scheinen es die Straßen von Los Angeles allerdings sehr angetan zu haben, war er doch schon der Autor der letzten Gunnzentrischen Angel-Folge. Und auch heute begeben wir uns vor allem mit dem ehemaligen Bandenchef in seine ehemalige Hood. Nur um festzustellen: Da hat sich doch einiges getan. Und seine Leute finden, dass das ständige Abhängen mit Briten und verkappten Sternchen doch ziemlich auf ihn abgefärbt hat. Aber wenn seine alte Freundin Anne mit ihrem 90er Jahre Jugendclub Probleme mit den Cops hat, dann steht er natürlich Gewehr bei Fuß. Oder besser: Kamera bei Fuß. Denn sein genialer Plan angesichts überbordender Polizeigewalt könnte dümmer nicht sein: Auf der Straße rumlaufen, dabei schwarz sein und eventuelle Übergriffe mit einer 90er Jahre Kamera filmen. DAS würde heute schneller mit einem angeblichen finalen Rettungsschuss enden als Gunn „Hallo Herr Wachtmei…“ sagen kann. Inklusive anschließenden Falschaussagen der Beamten vor Gericht. Aber ehrlich: Das war schon damals ne dämliche Idee. Die Wesley ausbaden muss, denn er bekommt einen saftig-blutigen Bauchschuss verpasst. Und dass er es am Ende rechtzeitig ins Krankenhaus schafft (wie und wo ist so ein ehemaliger Wächter eigentlich krankenversichert?), hat er nur Angel zu verdanken, der seinerseits ziemlich arschig von Cordy aus dem Hospital geschmissen wird.

Während Gunn und die Gang (diesmal sogar mit beiden, alter und neuer) nämlich lediglich an den Symptomen rumdoktern („Polizei böse und unverletzbar“) geht Angel der Sache auf dem Grund und fixt nebenbei noch ein wenig seine Beziehung zu Kate. Stellt sich nämlich raus: ACAZ! Zumindest alle aus diesem einen Revier. Wie das der Sheriff und Proctor unbemerkt durchziehen konnten steht auf einem anderen Blatt. Denn irgendwem müsste auffallen, dass da seit Wochen kein Urlaub genommen wird und mehr Funkgeräte und Streifenwagen im Einsatz sind, als das Revier Personal hat. Aber hey: Die Verbrechensrate sinkt und da kann man wohl auch mal in die andere Richtung gucken. Eben ein Einzelfall. Und noch einer. Und noch einer..wir sagen ja: Die Folge ist schlecht gealtert. Am Ende resümiert auch die gute Kate, dass die Wahl der Mittel zwar nicht so prall war, aber solange die Zombies draussen unterwegs war, konnte man eben auch als Frau Nachts alleine über die Straße gehen. Ausser, man ist halt zufälligerweise schwarz. Oder hat bunte Haare. Oder wirkt sonst irgendwie verdächtig. Dann is man halt tot. Man kann halt nicht alles haben.

Aber wir haben was: Nämlich eine Meinung. Die ist ja vermutlich schon ziemlich gut durchgekommen bisher. Was uns freut: Die Folge ist ein Stelldichein der Nebencharaktere. Alle sind sie wieder da: Mearl, Anne, Kate, der Weinkeller…nur Lorne fehlt. Aber: Die Idee mit den untoten Polizisten ist ganz nett und auch gut umgesetzt, aber irgendwie wirkt das Dargestellte angesichts der heutigen Realität nunja, wie harmlose Kinderspielerei. DAS haben wir im echten Fernsehen schon brutaler gesehen in den letzten Jahren. Und zwar in den Nachrichten. Deshalb sind wir auch nicht wirklich auf der Tanzfläche.

blog-image

Der Bums endet nie

Heute wirds so richtig romantisch. Denn was macht man, wenn man ein hochintelligenter Klischee-Nerd mit einer schönen Freundin ist (Ich meine: Hey, Dämonen, Vampire, Weltuntergänge, alles gekauft, aber wie unrealistisch ist DAS bitte?) die am Jahrestag mit einem Schluss machen will (DAS wiederum klingt gleich realistischer)? Richtig: Man konserviert sich und die baldige Exgeliebte beim Mitleidsex in einem ewig währenden Orgasmus (also der vom Typen selbstverständlich, was die Frau fühlt, ist dem eh egal).
Klingt total bescheuert? Richtig! ist aber der Plan unseres verklemmten Supigenies, der in seinem Labor daran arbeitet flüssiges Quecksilber (schonmal festes gesehen, Du Schlauberger?!?) in einer Blase aus Zeit einzufrieren. Wäre doch gelacht wenn er das, woran 13 Doctoren mit 13 TARDISSEN über Jahrtauesende gearbeitet haben, nicht in seinem studentischen Labor hinbekommen könnte! Apropos 13 Doctoren: Wir haben den Mann zu Gast, der hauptnebenberuflich über alte Männer (und manchmal auch weniger alte Frauen) in ihren fliegenden Polizeinotrufzellen podcastet: Raphael. Der spontan bereit war, nach einer Aufnahme für den grauen Rat einfach mal im mumble zu bleiben. Und uns auch gleich mal eine bezaubernde Dame für die nächste Folge vermittelt hat.
Aber kommen wir auf den verrückten Wissenschaftler zurück: Der hat nämlich beim Host in der Bar gesungen und selbigen vom Stuhl gehauen. Und zwar mit der Erkenntnis, das die Welt enden wird. Was der Host mit Angels Hilfe zu verhindern sucht. Die Ermittlungen des ungleichen Duos sorgen dabei immer wieder für heitere Elemente und tiefsinnige Gespräche über Angels Seelenzustand. Der am Ende aus seiner Trübsalblaserei wider ein Stückchen mehr in die Spur und zurück in Richtung seiner alten Crew gebracht wird.
Die hat derweil eine reiche Klische-Klientenfamilie als neue Auftraggeber. Stellt sich raus: Die harmlos wirkende Tante zog im Hintergrund die Strippen, was der gute Wes auch Hercule Perot like in versammelter Runde messerscharf geschlussfolgert hat. Das lässt die Truppe ein wenig vergessen, dass der Teppich in ihrem neuen Büro nach Lulu riecht.
Apropos Strippen ziehen: Da sind noch die William-Hartnell-Cosplayer, eine Sekte, die das Ende der Welt herbeiführen und die Ermittlungen von Lorngel verhindern will. Warum und was sie davon haben, sich selber auszulöschen bleibt ebenso ungeklärt wie die Frage, wie das Kraftfeld mit Strom versorgt werden soll, wenn der Generator und sämtliche Zuleitungen ebenfalls im Zeitstoppfeld stehen und deshalb überhaupt kein Strom mehr hineinfließen kann.
Immerhin gibt der Nachwuchswissenschaftler am Schluss bei einem Bier zu, dass es eine Scheißidee gewesen ist. Die Freundin wird mit keinem Wort erwähnt und taucht auch nicht mehr auf. Was eigentlich nur bedeuten kann, dass alle zwar die Apokalypse scheiße fanden, aber die Sache mit dem ewigen Orgasmus schon okay gegangen wäre, wenn es eben nur auf das Schlafzimmer begrenzt gewesen sei.
Aber am Ende stellt sich die Folge als nicht ganz so cringeworthy heraus, als wir befürchtet haben. Die Botschaft ist allerdings doch eher mäh. Aber das drum herum ist echt gut. Der Achim-Menzel-Barkeeper, der Typ in der Bibo, Wesley Christie und jede Menge flotter Sprüche und Oneliner machen das Ganze mehr als erträglich. Aber trotzdem wollen wir zu diesem Lied nicht tanzen. Stehen aber am Rand der Tanzfläche, trinken diverse Getränke und nicken ein wenig mit.

blog-image

Mein Name ist Mearl

Als dämonischer Snitch hat man es nicht leicht: Ständig kracht jemand anders durch die Tür des nichtsogeheimen Unterschlupfes, hängt einen kopfüber an die Decke, bringt Berufschläger mit oder – das ist das Allerschlimmste – kritisiert die Einrichtung. Dabei können wir uns nichts gemütlicheres vorstellen als einen Sitzsack, um auf dem frisch geklauten iMac zu zocken. Ach nee, is ja apple, da gibts gar keine Spiele für. Was auch immer man mit dem Teil macht, außer es dekorativ in die Ecke zu stellen. Wie kriegen wir jetzt die Brücke von überteuerter Computertechnik hin zur Handlung? Achja: Man muss schon eine böse Anwaltskanzlei sein oder einen Wohltätigkeitsball verunstalten, um sich so ein Teil leisten zu können. Ha! Meister der Überleitungen sind wir! Der gute Angel trifft auf Anne, die sich nach ihrer Mitgliedschaft in einem Vampirfanclub und einem dämonischen Jugendheim (ältere Buffy-Zuschauende erinnern sich) gedacht hat, sie macht mal selbst einen Jugendclub auf. Dass sie bei diesem tatsächlich sehr noblen Vorhaben von Wolfram&Heart unterstützt wird, das ist ne Kröte, die sie bereit ist zu schlucken, schließlich gehts hier um jede Menge Kröten. Angel rechnet ihr aber mal vor, was die Anwälte daran verdienen (neben jeder Menge Publicity) und was am Ende für die Jugendlichen übrig bleibt. Doch Anne sagt sich: lieber 20% von Millionen als Null Prozent von Nix. Aber der Zweifel ist dann doch gesäht und sie macht mit Angel gemeinsame Sache auf der wohl seltsamsten Spendengala, die wir je erlebt haben. Und glaubt uns: Wir haben schon einige organisiert und moderiert, denn wir haben die bezaubernde Mary zu Gast, die nicht nur seit einiger Zeit für uns den Inhalt der Folgen zusammenfasst, sondern auch mit uns ein Zimmer auf einer Raumstation im Epsilon-System bezogen hat. Wenn sie nicht grade mit Sascha durch das antike Neuseegriechenland streift um die Abenteuer einer gewissen Kriegerprinzessin zu kommentieren. Jedenfalls kommt Mary aus dem Marketing und Sascha macht ja auch was mit Medien. Daher sind uns Galen aller Art nicht fremd. Allerdings haben wir es noch nicht erlebt, das ein dämonischer Zweikampf zum unfreiwilligen Highlight der Veranstaltung wird. War aber alles nur Ablenkung und Angel hat am Ende alle gegeneinander ausgespielt und Wolfram&Heart sowohl um das Geld als auch um ihr Ansehen gebracht. Wie wir weiland bereits bei Dune gelernt haben: Einen Plan versteckt man am besten in einem Plan. Immerhin: Anne bekommt nicht nur 20% sondern den ganzen Batzen (nur für Kinder nicht für Katzen).

Warum da aber das sprichwörtliche Blut dranklebt (klar, wegen des Fights, aber wir meinen eigentlich die ursprünglichen 20%) ist uns allerdings nicht so hundertprozentig klar. Aber wer braucht schon Logik, wenn er so tolle Gaststars hat? Und zwar sowohl in der Folge als auch bei deren Besprechung. Das garniert mit den absolut brillanten Einspielfilmen des verstorbenen Holland Manners. Und so stehen wir zumindest am Rand der Tanzfläche und gehen sogar gelegentlich drauf und tanzen

Den Tanz der Freude

blog-image

Sprachlos im Battle

Sagen Sie jetzt nichts!

Der gute Angel hat zuviele Loriot-Sketche gesehen oder durchlebt nach der Film Noir- nun die Stummfilm-Phase. Denn er sagt im Verlauf der Folge keinen einzigen Ton. Höchstens mal ein abfälliges Schnäuzen ansonsten Schnauze. Das könnte ein schönes Stilmittel sein, wenn irgendjemand sich nicht offenbar in der Postproduktion (damit ist nicht Paketeschicken gemeint) gedacht hätte, die Zuschauenden wären eventuell nicht in der Lage der wortlosen Handlung zu folgen und deshalb müsse man noch ein paar Voiceover vom Hauptprotagonisten einsprechen lassen. „Jetzt bin ich bereit“ – „Halt, doch nicht.“ – „JETZT bin ich bereit.“ – „Jetzt habe ich Hunger“ usw. Es kann uns niemand erzählen, dass diese Monologe von vornerein geplant waren, die fühlen sich uuuuunglaublich nachträglich aufgepfropft an. Rein handlungstechnisch kann man nicht meckern: Lindsay und Lyla erwachen im frisch gestapalten Leichenhaufen und sollen nun als juristische Ansprechpartner für das diabolische Vampirduo dienen. Wer auch immer von beiden die nächsten Wochen überleben wird. Statt ins Jenseits werden die beiden allerdings ganz normal befördert. Zu acting-Cochiefs of special operations to the secret to the max! Angel spielt währenddessen ein wenig Fightclub, schaltet Darlas dämonische Armee aus und zündet kurzerhand die beiden Vampirdamen ein wenig an. Hätte er vorher den Hydranten weihen lassen, wäre der move NOCH badassiger gewesen.

Währenddessen suchen Wes, Cordy und Gunn erst Trost im Alkohol, dann im Gesang und dann in der Tatsache, dass sie auch ohne Angel als Team gut funktionieren. Und dank einer perfekt getimten Vision finden sie wieder auf den goldenen Pfad.

Apropos finden: Wie finden wir das? Och, eigentlich ganz gut. Aber weit von perfekt. Am meisten stören die aufgesetzten Voiceover. Aber es gibt wieder ein paar gute Szenen und tolle Dialoge und Charaktermomente. Und so stehen wir heute nur am Rand der Tanzfläche und trinken das Bier der Freunde. Und wir freuen uns, dass unser Jinglesprecher Alex mal wieder den Weg ins Hotel gefunden hat!

blog-image

Wolf, Ramm, hart – aber herzlich

Nach einem Hammer-Ende einer Hammer-Folge geht es hammermäßig weiter. Wir erinnern uns: In der letzten Szene der letzten Folge schwebte Drusilla todesengelgleich ins Hotelzimmer. Glücklicherweise haben wir Gunn dabei, der hier die Rolle der Zuschauenden einnehmen kann, die noch nie in ihrem Leben Bufffy gesehen haben. So kann man mal so ganz nebenbei erklären, wer Drusilla eigentlich ist und dass sie jetzt ihre eigene Enkeltochter ist. Also ein Familienstammbaum, wie er in entlegenen Eifel-Dörfern ganz normal sein soll. Mit Batmanesquer Schlaumeierlogik schlussfolgert die Gang die aktuellen Aufenthaltsort der mehr oder weniger untoten Damengang, wo die gute Drusilla das „Jeanney“-Video von Falco nachgestellt und Darla unter einer Glaskuppel aufgebahrt hat. Doch bevor Angel zum Plock greifen kann (den er erstaunlich umständlich verstaut hat), bekommt er einen mit der Schippe und schon geht sie los die wilde Prügelei. Erst unter dreien, dann unter zweien, bis die Damen sich angesichts einer offen dargestellten extremen toxischen Männlichkeit versöhnen und auf Shopping-Killing-Tour gehen. Und weil eine gute Weinverkostung ein wenig Biss vertragen kann, landet man am Ende im holländischen Käsekeller, wo diverse rote Flüssigkeiten kredenzt werden. Und Blut ist dicker als Wein. Angel hat irgendwie keinen Bock, als Retter in der Not einzuspringen, sperrt erst die Anwaltsmeute mit den Vampirdamen in den Keller und setzt anschließend seine Mitarbeitenden vor die Tür. Wow. Die zweite Folge in äh..Folge, die uns am Ende einen mächtigen Schlag in die Magengrube versetzt.

Und leider kein Happy End für David, der seine erste Woche bei Wolfram&Hart hatte und sich die letzten Tage gemeinsam mit seiner frisch Angemählten Gedanken gemacht hat, was er zur Weinparty seines neuen Chefs anziehen soll.

In Gedanken sind wir also bei David, denken mit Freude an die Cordy-Puppe im Auto und den Typen in der Auto-Werkstatt und sind sowas von auf der Tanzfläche und tanzen den

Tanz der Freude.

Dabei reißen wir sogar hin und wieder die Arme hoch und rufen in Richtung Insel:

SO MACHT MAN DAS, CHIBNALL!!!!

blog-image

Auf Leben und Brot

Manchmal besteht ein Festmahl eben nur aus einer Variaton verschiedener Brote. Und manchmal kommt es vor, dass man mit okayen Erwartungen in eine Folge geht und begeistert wieder rauskommt. Beides ist heute der Fall. Angel ist wieder mal / immer noch auf der Suche nach Darla. Stellt sich raus: Beim Wiedererwecken hat nicht nur die gute Darla die Reise zurück ins Dasein angetreten sondern auch ihre bakteriellen Untermieter. Weil die Syphilis-Behandlung ein paar Jahrhunderte zu spät kommt sind es nur noch ein paar Monate, die der immer blasser werdenden Blondine auf der hohlen flachen Erde bleiben. Das hat sogar Lindsays Hautarzt bestätigt! Während Darla sich mehr oder weniger mit ihrem Schicksal arrangiert hat, durchlebt (durchuntotet?) Angel die verschiedenen Phasen der Trauer. Und weil das „Verhandeln“ ganz oben auf der Kübler-Ross Skala steht (oookaaay, auf Platz 3 von 5) stellt sich Angel drei Prüfungen, um von einem britischen Butler (was hat der, dessen Name nicht genannt wird nur immer mit den Briten?) eine dritte Chance für Darla zu erbeuten. Angel wäre nicht der Hauptdarsteller seiner eigenen Serie, wenn er nicht am Ende siegreich hervorgehen würde, um dann doch mit leeren Händen dazustehen. Denn wiederwiederbeleben das geht nun wirklich nicht, selbst nicht, wenn man James der Butler ist. Aber das Brotbuffet war lecker. Und gerade als auch Angel sich mit der Situation abgefunden hat überschlagen sich die Ereignisse 🙂

WOW! Diese Folge hat soviel, worüber man reden kann. Und deshalb tun wir das auch: Die Phasen der Trauer, Anspielungen auf Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, Charakterstudien und die vermutlich besten letzten 3 Minuten einer Folge der gesamten Serie. Denn der überraschende Auftritt des Gaststars ist dermaßen gut in Szene gesetzt, dass einem auch bei xten Mal ein Schauer den Rücken runter läuft. Diese Musik! Diese Kameratechnik! Dieses Wortlose Spiel! Selbst Darla nervt deutlich weniger als gewöhnlich. Und der Grunge-Vampir in der versifften Kneipe ist auch großartig. Die Darla-Darstellerin darf ihre Gesangsstimme auspacken, alte Folgen werden geschickt referenziert und alles, was passiert, wird logisch vorbereitet. Sascha hätte nie gedacht, dass er das bei einer Darla-Episode mal machen würde, aber auch er tanzt voller Inbrunst

Den Tanz der Freude

blog-image

Alle lieben Rahmon

Willkommen im Haus das Verrückte macht. Denn auf diesem Tuch lastet ein Fluch! Aber glücklicherweise haben sich – frei nach dem altbewährtem Motto – 5 Dämonen 4 Ecken ein paar Starke Arme mit den nötigen Körpern dran gefunden, um einen tonnenschweren Sargopharg aus dem Museum zu wuchten. Doch wir greifen vorweg. Angel hätte eigentlich viel lieber über Darla nachgegrübelt, wird aber jäh durch Gunn aus seinen Gedanken gerissen, mitten in einen Ba-Ba-Banküberfall geschmissen und findet sich mir nichts Dir nichts als Psychopatenvampirdarsteller undercover in einem krummen Ding wieder. Der faltige Bruder von Meatloafe hat nämlich eine Gang zusammengestellt, um das Leichentuch den Rahmon aus einem Museum zu stehlen. Immerhin hat er dazu sogar Worfs Bruder Kurn rekrutiert. Dumm nur: Das Objekt der Begierde hat die Angewohnheit, Leute verrückt zu machen. Und nicht genug, dass auch Gunn die Gang unterwandert hat: Als auch noch Kate, Wes und Cordie im Museum auftauchen überschlagen sich die Ereignisse. 🙂

Und wir? Überschlagen wir uns vor Begeisterung? Nun, da schlagen mehrere Herzen in unserer Brust. Zum einen lieeeeben wir Heist-Movies. Und das, was wir hier serviert bekommen ist eben genau das, garniert mit lustigen onlinern, David Boreanaz, der sichtlich Spaß hat, einen Vampir zu spielen, der einen Vampir spielt und einem Dämon, der nicht nur einen sehr menschlichen Namen trägt, sondern auch zwei Pistolen. Das zieht man auch nicht aller Tage in einer Vampirserie. Andererseits hat die Folge auch ei-ni-ge schreiberische Löcher, durch die man mehrere Sargopharge tragen könnte. Warum die das Teil durch die Gegend schleppen, statt einen Hubwagen mitzunehmen, wenn sie schon an alles andere gedacht haben zum Beispiel. Und wie das Tuch wen ab wann beeinflusst oder eben nicht mehr, weil Angel nicht nur einen sondern gleich zwei Momente der Klarheit hat. Naja. Aber: Cordies Monolog über die Opferung von Jungfrauen spricht uns aus der Seele. Und trotz der Logiklöcher macht die Folge einfach Spaß. Und das ist ja die Hauptsache. WIr sind also – zumindest teilweise – auf der Tanzfläche und tanzen

den Tanz der Freude

Vielleicht aus den falschen Gründen, aber hey: Man lebt nur einmal. Und immerhin erfreulich wenig Darla-Content.

blog-image

Oh my Darlaling…

Haltet Eure künstlichen Langhaarperücken fest, wir begeben uns auf einen wilden Ritt durch diverse Zeitepochen. Denn es begab sich zu einer Zeit, dass „Buffy“ und „Angel“ noch parallel (oder besser direkt im Anschluss) ausgestrahlt wurden. Und so lag es auf der Hand, nur einmal in Sets und künstliche Langhaarperücken zu investieren und das daraus entstandene Material gleich in beiden Sendungen auszustrahlen. Garniert mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Rahmenhandlungen. Während der gute blutige William also in dieser Folge nur mal kurz rempelnd und rülpsend durchs Bild läuft, bestreitet er drüben bei der Jägerin die komplette Folge. Und hier in der Tochterserie liegt der Schwerpunkt auf der jahrhundertedauernden Beziehung zwischen Angel und Spi…äh…Darla. Denn um die Gegenwart besser zu verstehen, empfiehlt es sich, die Vergangenheit zu kennen. Und so begleiten wir Darla von ihrem menschlichen Sterbebett, über ein brennendes Lager fahrender Leute bis nach China zum Boxeraufstand. Und tatsächlich wissen wir das Meiste über dieses historische Ereignis aus „Buffy“ und „Angel“. In der Gegenwart plagen die sehr menschliche Darla nun die Gewissensbisse, während Angel und die Gang auf der Suche nach der Dame sind. Am kann man die Guteste vor einer durch W+H inzenierten Hinrichtung retten. Stellt sich raus: Die Anwaltskanzlei will, dass Darla letztendlich bei Angel landet. Allerdings tut sie das nicht in einem der hunderten Betten im Hotel, sondern auf dem unbequemen Sofa mitten im Foyer. Warum? Damit sie nach einem Streit mit Angel über die Vor- und Nachteile einer Seele dramatisch zum Hinterausgang hinauslaufen kann.

Und wir? Rennen wir auch schreiend weg? Vor allem Sascha hatte es ja vor dieser Folge gegraut, da er mit der titelgebenden Dame so gar nichts anfangen kann. Aber auch er ist zumindest so halb auf der Tanzfläche, während Gregor ihn natürlich aufs Parkett legt, den

Tanz der Freude

Denn die Folge weiß wieder mal durch tolle Situationskomik und Dialoge zu gefallen. Die Rückblenden und deren Verschmelzung mit der Schwesterserie wissen trotz einer gewissen Cheesigkeit zu gefallen und hey! Wir sehen den Master wieder! UND James Masters. 🙂 Während Holland Manners heute endlich einen Nachnamen bekommt und wieder mal durch seine väterlich-beängstigende Art zu überzeugen weiß, mäandert Lindsey gefühlt seit Ewigkeiten zwischen gut und böse rum und kommt damit erstaunlicherweise immer wieder durch. Der Charakter scheint dadurch im rewatch deutlich inkosistenter, als in unserer Erinnerung.

Und falls Ihr jetzt auf die entsprechende Buffy-Episode neugierig geworden seid:

Hier haben Petra und Fabian „Fool for Love“ besprochen